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Für Frieden, Gewaltverzicht und Völkerverständigung
Das Helmut-Michael-Vogel-Bildungswerk
der DFG-VK Bayern

Der Ukraine-Krieg: Eine Zwischenbilanz

Die Interessen am Krieg und die Bilder vom Krieg

ReferentInnen: Peter Wahl und Dr. Sabine Schiffer

Veranstaltungsort: Nachbarschaftshaus Gostenhof, Adam-Klein Str. 6, 90429 Nürnberg

Zeit: Samstag, 15. Oktober 2022, 13:00 Uhr bis 19:00 Uhr

Der bayerische Landesverband der Deutschen Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem Helmut-Michael-Vogel-Bildungswerk und anderen eine Tagung über die Entwicklungen des Ukraine-Krieges.

Wir hoffen natürlich, dass dieser schreckliche Krieg zum Zeitpunkt dieser Veranstaltung bereits beendet ist. Weiterhin hoffen wir, dass der Krieg nicht in der totalen militärischen Niederlage einer der Kriegsparteien endet – da ein solches Szenario noch viel mehr Leid mit sich bringen würde – sondern durch Verhandlungen.

Dazu ist es notwendig, dass die Kriegsparteien ein solides Verständnis der Interessen ihrer Kontrahenten haben, denn nur durch einen realistischen Interessenausgleich können Verhandlungen glücken. In Deutschland ist der Glaube weit verbreitet und wird medial verstärkt, dass man mit Russland nicht verhandeln kann (oder darf) – trotz des zaghaften Erfolgs des Getreideabkommens – und dass eine militärische Niederlage Russlands das einzig akzeptable Ende des Krieges ist.

Wir wollen auf der Tagung die Entwicklung der politischen und ökonomischen Interessen der Kriegsparteien sowie die Medienberichterstattung über diese Entwicklung analysieren. Dazu haben wir hochkarätige ReferentInnen eingeladen: Peter Wahl (Weltwirtschaft, Ökologie und Entwicklung) und Dr. Sabine Schiffer (Institut für Medienverantwortung).

Zu dieser Tagung laden wir alle herzlich ein, die ein Interesse an gewaltfreier Konfliktbearbeitung haben. Wir bitten um eine kurze Anmeldung Ihrer Teilnahme via E-Mail an bayern@dfg-vk.de.

 

Programm:

13:00               Start

13:30               Begrüßung, Formalia, Praktisches

13:45               Inhaltliche Einführung

14:00               Referat 1: Peter Wahl

Interessen der Kriegsparteien vor und nach Kriegsbeginn

Ansätze für zivile und politische Lösungen

 

14:30              Diskussion

15:00              Referat 2: Sabine Schiffer

Die Bilder vom Krieg und ihre Bedeutung

Folgerungen für die Friedensarbeit

15:30              Diskussion

16:00              Pause

16:30                          Drei Arbeitsgruppen: jeweils eine Arbeitsgruppe zur Vertiefung der Inhalte der beiden Referate, sowie eine Arbeitsgruppe zu militärischen Aspekten, Input von Thomas Rödl, mit den Themenschwerpunkten:

            Der Krieg und die atomare Abschreckung;

Aufrüstung und Modernisierung der Atomwaffen;

Ende von Rüstungskontrolle und Abrüstung?

18:00              Kurze Pause

18:15              Allgemeiner Austausch der Teilnehmenden

19:00              Ende

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Sonntag 16.10. 22 , 10:00 Uhr bis 13:30 Uhr       

Im Anschluss an die Tagung: Workshop für Mitglieder der DFG-VK

Zwischenbilanz Ukraine-Krieg- was folgt für uns?

Im Nachbarschaftshau Gostenhof, Adresse s.o.

Zielgruppe: DFG-VK Aktive, Mitglieder, Aktive aus den Ortsgruppen

Anmeldung erforderlich: per E-Mail an bayern@dfg-vk.de

Zielsetzung: Müssen wir unsere Positionen verändern? Einstieg zur Überarbeitung und Aktualisierung des Positionspapieres von 2012.

Merkpunkte für die Verbesserung unserer Öffentlichkeitsarbeit sammeln /aufstellen

Abgrenzung: Keine Grundsatzdiskussion über Programm, sondern pazifistische Positionen des Programms als Basis der Diskussion

Material zur Vorbereitung:

Das Positionspapier:

https://dfg-vk-bayern.de/wp-content/uploads/2022/04/DFG-VK_Positionspapier_2012.pdf

Referat Thomas Rödl bei der Friedenskonferenz 2022 zur Einschätzung des Koalitionsvertrages

http://www.h-m-v-bildungswerk.de/pdf/Referat-R%C3%B6dl-Ist-die%20Ampel-zukunftsf%C3%A4hig-redig-nach-Video-15-3-22.pdf

Positionspapier Bundesausschuss Friedensratschlag, (in der ZC 2/2022 abgedruckt)

https://frieden-und-zukunft.de/userfiles/pdf/2022/2022-06_baf-positionspapier-ukrainekrieg.pdf

Ukraine-Erklärung des Landesverbandes vom April 2022:

https://dfg-vk-bayern.de/erkaerung-der-dfg-vk-bayern-zum-ukraine-krieg/

Neues Papier zur sozialen Verteidigung (DFG-VK München, Mai 2022)

https://dfg-vk-bayern.de/wp-content/uploads/2022/06/220601-Soziale-Verteidigung.pdf

 

Programm

10:00 Begrüßung, Ablauf, Organisatorisches (Räume und Zeiten)

10:10 Einführung Thomas Rödl: Zum Positionspapier „Für eine Politik der Abrüstung und Entmilitarisierung“

10:20 Aufteilung in Arbeitsgruppen:

(folgendes ist ein Vorschlag, können wir noch ändern und evtl. Ergebnisse der Tagung einbeziehen bzw Diskussionen fortsetzen)

10:30 Uhr Arbeitsgruppen (vier oder drei oder evtl weitere/ andere?)

AG 1: Zum Positionspapier: Einschätzung der Lage, Rolle von NATO, EU und Deutschlands;

Ziele, Forderungen, Arbeitsfelder der DFG-VK. (Pkt 1, 2 und 4 des Positionspapiers)

(Anknüpfung an Referat von Peter Wahl)

AG 2: Kriegsbegeisterung oder Pazifismus?

Einschätzung des gesellschaftlichen und politischen Umfeldes für den politischen Pazifismus in Deutschland. (entspricht nicht ganz Pkt 3 des Positionspapiers)

AG 3: Anpassung und/oder Modernisierung unserer Öffentlichkeitsarbeit?

(Anknüpfung an Referat Sabine Schiffer) Brauchen wir neue Materialien? (z.B. soziale Verteidigung)

11:30 Uhr Kaffeepause

12:00 Fortsetzung AGS

12:30 Uhr Plenum: Berichte der AGs und Nachfragen

13:30 Uhr Ende, Schlußwort


 

Die Uhr tickt

Abwendbare Katastrophen

Eine Ausstellung des Friedensmuseums Nürnberg

https://www.friedensmuseum-nuernberg.de/ausstellungen-seit-1998/#openModal2

derzeit in München:

1.9. bis 29.9. 2022, im eine Welt-Haus München, Foyer, Schwanthalerstr. 80, jeweils von 10:00 Uhr bis 23:00 Uhr zugänglich


 

Di., 15.11.2022 , um 19:30 Uhr im Friedenmuseum Nürnberg und ONLINE

Helene Stöcker - Radikale Feministin und Kriegsgegnerin

Zusammen mit der IFFF/WILPF (Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit) präsentiert das Friedensmuseum eine der großen Vordenkerinnen sowohl der Frauenbewegung wie auch des aktiven Pazifismus.

Das Referat hält der Historiker Dr. Guido Grünewald aus Köln

Helene Stöcker, geb. 1869 in Elberfeld, studierte als eine der ersten Frauen an der Berliner Universität, promovierte in Bern und wurde im "Bund für Mutterschutz" aktiv. Im Namen einer "Neuen Ethik" kämpfte sie für die rechtliche und sexuelle Emanzipation der Frau, für den Schutz lediger Mütter und die Rechtsgleichheit unehelicher Kinder sowie für Bildung und finanzielle Unabhängigkeit als Voraussetzung für eine echte Partnerschaft zwischen den Geschlechtern. Stöcker, die auf die Vernunft vertraute, erlebt den 1. Weltkrieg als Schock. Sie nahm am Internationalen Frauenfriedenskongress 1915 in Den Haag teil und setzte sich für ein rasches Kriegsende ein. Nach 1918 propagierte sie radikale Gewaltfreiheit und Kriegsdienstverweigerung. 1919 wurde sie Gründungsmitglied der "Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit" (WILPF, IAAA). Sie wurde im Bund der Kriegsdienstgegner (BdK) aktiv und war Mitbegründerin der WRI (War Resisters International). Gleichzeitig bekleidete sie in den 1920er Jahren führende Funktionen in Organisationen wie der Deutschen Friedensgesellschaft (DFG) und dem International Peace Bureau (IPB), die mehr völkerrechtlich orientiert waren. Sie kämpfte auch für soziale Gerechtigkeit und reflektierte das Problem revolutionärer Gewaltanwendung. 1933 floh sie vor den Nazis und starb 1943 in New York.


 

Mittwoch, 30.11. um 19:00 , Evangelische Stadtakademie München, Herzog-Wilhelm-Straße

Andreas Zumach: "Ukrainekrieg: Konsequenzen für Nordafrika und den Nahen Osten. Ein kompetenter Blick auf die aktuellen Entwicklungen."

 


Rückblick:

Ohne Waffen - aber nicht wehrlos!

Webinar zum Konzept der Sozialen Verteidigung mit Dr. Christine Schweitzer

am 8. Juni 2022, 19:00 Uhr

Militärische Verteidigung steht vor unauflösbaren Widersprüchen:

- Krieg kostet das Leben unschuldiger Menschen.

- Militärisch verteidigte Länder werden flächendeckend zerstört.

- Kommt es zur Eskalation zum Atomkrieg, ist egal, wer Aggressor und wer Verteidiger war.

Heißt die Antwort auf militärische Aggression also Kapitulation? Nein!

Aus dem Widerstand gegen die Nazis in besetzten Ländern und anderen Beispielen kann man lernen, sich ohne Waffen zu widersetzen. Friedenswissenschaftler haben diese Methoden untersucht und zur Theorie der Sozialen Verteidigung zusammengefasst.

Soziale Verteidigung ist die gewaltfreie Alternative zur militärischen Verteidigung.

Soziale Verteidigung ist die gewaltfreie aktive Verteidigung gegen einen militärischen Angriff von außen oder einen Staatsstreich. Sie beruht auf den Prinzipien und Methoden der gewaltfreien Aktion, des Zivilen Widerstands und der Nicht-Zusammenarbeit.

Das klingt theoretisch?

Wir bieten ein Webinar mit konkreten Beispielen an. Sie können Ihr Wissen vertiefen oder eine Alternative zur (selbst-)zerstörerischen Gewalt ganz neu kennenlernen.

Unsere Referentin, Dr. Christine Schweitzer, ist Friedensforscherin und hat über gewaltfreie Interventionen im ehemaligen Jugoslawien promoviert. Sie arbeitet als Geschäftsführerin des Bundes für Soziale Verteidigung, war von 2014 bis 2019 im Vorstand der War Resisters International und ist im Bereich der zivilen Konfliktbearbeitung tätig.

Das Webinar wird veranstaltet vom Friedensmuseum Nürnberg und der DFG-VK Bayern in Zusammenarbeit mit dem HMV-Bildungswerk.

Hier der Vortrag zum Ansehen: https://www.youtube.com/watch?v=yt3h-74bsog&t=1844s

 

 

 

Wir haben aus Anlass des Krieges in der Ukraine eine aktuelle Darstellung des Konzeptes der Sozialen Verteidigung verfasst, hier zu finden.

Aktuelle Erklärung der DFG-VK Bayern zum Krieg in der Ukraine


Soziale Verteidigung

... meint die Verteidigung einer Gesellschaft mit zivilen und gewaltfreien Mitteln. Es gibt keine Anwendung von militärischer Gewalt. Gegen eine Besatzungsmacht sollen Methoden des gewaltfreien Widerstandes angewandt werden, z.B. Massendemonstrationen, Blockaden, ziviler Ungehorsam. Soziale Verteidgung muss aber sehr wohl vorbereitet und organisiert werden.

Hier eine Darstellung des Konzepts. Aus dem Katalog der Ausstellung "Schreck lass nach", AG Friedenspädagogik 1986.

Soziale Verteidigung in 2 Schaubildern: Ausstellung Tafel 10 und 11 

 

 


 

 

 

Dienstag, 14. Juni 2022 um 19.00 Uhr im EWH, Großer Saal

Vortrag und Diskussion mit Lühr Henken:

Was tun gegen Milliardenaufrüstung und Krieg in Europa?

100 Milliarden € will die Bundesregierung in die Aufrüstung stecken, zusätzlich zum Verteidigungshaushalt, der im Jahr 2022 auf 50,2 Mrd. € steigen wird – Ein Plus von mehr als 7 % zum Vorjahr, um die Feuerkraft der Bundeswehr zu verdoppeln. Das Vernichtungspotential und die Ressourcenverschwendung dient wie auch die geplante Anschaffung von F35-Kampfjets, die Modernisierung der US-Atomwaffen, die militärische Integration der Ukraine in die NATO-Strukturen und die Installation des US-Hyperschallwaffensystem „Dark Eagle“ in Europa dem Ausbau der militärischen Stärke gegenüber China und Russland.

Referent: Lühr Henken, Sprecher des Bundesausschusses Friedensratschlag zu den aktuellen Aufgaben der Friedensbewegung in Deutschland vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges und der Konfrontationspolitik der westlichen Staaten in NATO, G7 und EU.

 

Grußwort: Thomas Rödl, Landessprecher der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK), Landesverband Bayern

In Kooperation mit dem Helmut-Michael-Vogel-Bildungswerk der DFG-VK und der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) in München und Bayern.

Manuskript des Vortrags, vom Referent freundlicherweise zur Verfügung gestellt

Video- Aufzeichnung des Vortrags:  https://youtu.be/uw7mKk85KwA

Die Veranstaltung ist Teil der Veranstaltungsreihe „Friedenspolitik statt Kriegshysterie“ des Münchner Friedensbündnis. Am Montag 27. Juni um 19:30 Uhr wird Peter Wahl zum Thema „Der Ukraine-Krieg und Wege zum Frieden“ referieren.

hier die weiteren Veranstaltungen des Münchner Friedensbündnisses


Internationale Münchner Friedenskonferenz 2022 wieder in Präsenz und online.

alle Infos: www.friedenskonferenz.info

Eine kurze Geschichte der Friedenskonferenz

Aufzeichnung der Beiträge 2022

1. Tag: Internationales Forum 18.02.2022

Friedenskonferenz 1. Teil - 18 02 22 Internationales Forum / Begrüßung https://youtu.be/sCQt2c9UlXw

Friedenskonferenz 2. Teil  18 02 22  Internationales Forum Atomkrieg und Erderwärmung https://youtu.be/vleJGoOwAbo

Friedenskonferenz 3. Teil  18 02 22  Internationales Forum Wir brauchen eine neue Ostpolitik https://youtu.be/xX_xawN5zOc

2. Tag Expertenrunde 19.02.2022

Friedenskonferenz 4.Teil  19 02 22 Expertenrunde Begrüßung und Grussworte Christian Orth, Bayerischer Rundfunk https://youtu.be/Wr8ROmA7h_g

Friedenskonferenz 5.Teil  19 02 22 Expertenrunde / Emily-Zahira Binding FFF Zukunftsfähigkeit – angesichts Klimawandel und ökologischer Probleme https://youtu.be/56CLhcKn_hs

Friedenskonferenz 6.Teil  19 02 22 Expertenrunde / Dr. Angelika Claußen IPPNW Klima, Krieg und Abrüstung https://youtu.be/pOecWkhIx2U

Friedenskonferenz 7.Teil  19 02 22 Expertenrunde / Clemens Ronnefeldt Versöhnungsbund, Afghanistan: Warum wurden die Erwartungen nicht erfüllt?

https://youtu.be/AABB2vJIOhk

Friedenskonferenz 8.Teil  19 02 22 Expertenrunde / Christoph von Lieven Greenpeace Nukleare  Teilhabe, Rüstungskontrolle und Abrüstung

https://youtu.be/4Vyf7LR9mf4

Friedenskonferenz 9.Teil , 19 02 22 Expertenrunde / Thomas Rödl , DFG-VK Bayern: Ist die Ampel zukunftsfähig? Altes Denken oder Strategie für die Zukunft? als Video:

https://youtu.be/npsgfiyeS0M

Hier der Text (rediegiert nach der Videoaufzeichnung) und die verwendeten Landkarten


Bombenstimmung: Arbeitsmaterial Kalter Krieg - Neues Wettrüsten

Im Rahmen des Projektes ist ein kurzes Faltblatt entstanden,

http://www.no-militar.org/pdfs/Bombenstimmung-neu-2020-web.pdf

Aus dem Arbeitsmaterial ist eine kurze Denkschrift mit umfangreiche Anmerkungen und Quellenangaben entstanden (aktuell 10.6.2020)

http://www.no-militar.org/index.php?ID=23

hier zum runterladen: http://www.no-militar.org/pdfs/Bombenstimmung-Denkschrift-Brosch-Juli-2020.pdf

Bombenstimmung. Kalter Krieg - Neues Wettrüsten

Seit der Annexion der Krim und dem Konflikt in der Ukraine wird Russland wieder als Feind betrachtet. Ein Krieg zwischen der NATO und Russland ist denkbar geworden. Seit 2014 befindet sich Europa wieder in einer militärisch- politischen Konfrontation. Die Ost-Expansion der NATO hat die militärstrategische Lage in Europa zum Nachteil Russlands verändert. Ehemalige Rüstungskontrollabkommen sind hinfällig geworden. Die NATO hat neue Militärstützpunkte in Rumänien, Polen und im Baltikum. Russland stellt neue atomare Marschflugkörper auf. Die Rüstungsausgaben werden massiv erhöht: Vorgabe 2% des Bruttoninlandsprodukts. Die Modernisierung der Atomwaffen und die Veränderung der Militärdoktrinen erhöht die Kriegsgefahr. Viele BürgerInnen hierzulande halten einen Krieg, auch einen Atomkrieg, wieder für möglich. Der präventive Angriff auf die Atomraketen des Gegners ist jetzt Teil der US-amerikanischen Konzepte der „Abschreckung“. Der Atomkrieg erscheint manchen Experten führbar und gewinnbar.

Die DFG-VK Bayern hat vor Jahren auf diese Entwicklung reagiert und ein Faltblatt „Kalter Krieg? - Abrüsten“ produziert, mit dem die Brisanz der Lage aufgezeigt werden sollte und Schritte zum Frieden benannt wurden. Thomas Rödl, Geschäftsführer des HMV- Bildungswerkes und Sprecher des Landesverbandes, hat aus den Quellen für die Faltblätter, aus seinen Vorträgen und einer Vielzahl an Artikeln zum Thema, einen Text für ein Informationsmaterial erarbeitet.

Es gibt jetzt einen knappen Text (10 Seiten) der die wesentlichen Einschätzungen prägnant darstellt und begründet. Der Text enthält eine schlaglichtartige Bestandsaufnahme der sicherheitspolitischen Lage. Die Konfrontation mit Russland, die Interventionskriege der USA, die Beendigung der Rüstungskontrollpolitik und die Modernisierung der Atomwaffen werden hier in ihrem objektiven Zusammenhang und in ihrem historischen Ablauf betrachtet.

Aus der Kenntnis der gefährlichen Weltlage sollte die Motivation entstehen, sich für die Abschaffung der Atomwaffen und weitere Schritte zur Abrüstung einzusetzen

Im Schlussteil werden konkrete Maßnahmen zur Kriegsverhütung aufgezeigt.

Die konkreten und bekannten Verträge über Rüstungskontrolle und die vorhandenen Strukturen der gemeinsamen Sicherheit werden vorgestellt, aber auch mit weitergehenden Vorschlägen ergänzt.

Die Bundesrepublik Deutschland könnte mit einer anderen Außenpolitik Initiativen für Abrüstung und gemeinsame Sicherheit ergreifen; sie wird das aber nur tun, wenn eine starke Friedensbewegung politischen Druck erzeugen kann. Schließlich werden aktuelle Ansatzpunkte der Friedensbewegung aufgezeigt, z.B. die Forderung nach Abzug der US-amerikanischen Atombomben aus Büchel und die Beendigung der sogenannten „nuklearen Teilhabe“.

Der Text und die Anmerkungen finden sich hier: http://www.no-militar.org/index.php?ID=23

Zum Download: http://www.no-militar.org/pdfs/Bombenstimmung-vorab-Mai-2020-1.pdf

Mit Hilfe der umfangreichen Anmerkungen können sich interessierte Menschen tiefer einarbeiten.Der Text soll zunächst ein Arbeitsmaterial und eine Argumentationshilfe für die Friedensbewegung sein. Dann soll ein Referentenmaterial mit Landkarten und Schaubildern entstehen. (zunächst nur digital, kein gedrucktes Material) Der Text wird nach vielen positiven und kritischen Rückmeldungen überarbeitet und könnte als illustrierte Broschüre gedruckt herausgegeben werden, falls das finanzierbar ist (MitherausgeberInnen werden gesucht). Die Verwendung dieses Textes ist sehr erwünscht.

Bombenstimmung - Ein Projekt des Helmut-Michael-Vogel Bildungswerks der DFG-VK Bayern.

Die Erarbeitung wurde gefördert durch die Bertha-von-Suttner-Stiftung der DFG-VK, und durch das Bildungs- und Förderwerk der GEW


Bombenstimmung.

Rede von Thomas Rödl am 6.8.2020, München, Marienplatz. Hier zum Nachhören und Nachlesen:

https://www.youtube.com/channel/UCHGJHHbnHpGwVmYOmp6Tubg

Die Rede beruht im Wesentlichen auf den Abschnitten 5,6,und 7 der Denkschrift: Bombenstimmung. Schritte zum Krieg - Schritte zum Frieden.

Einige Widersprüche und Ungereimtheiten in der freien Rede lassen sich hoffentlich hier auflösen:

http://www.no-militar.org/index.php?ID=23

 

(Nie) Wieder Krieg?

Was hat Deutschland aus dem 2. Weltkrieg gelernt?

Vortrag von  Thomas Rödl

Sprecher der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinte KriegsdienstgegnerInnen Bayern und Geschäftsführer des Helmut-Michael-Vogel Bildungswerks

auf youtube

Die Thesen des Vortrags im Video ca. 45 Minuten und hier die verwendeten Texte und Schaubilder.

 

Bildquelle: www.wild-think.de

 

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