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Für Frieden, Gewaltverzicht und Völkerverständigung
Das Helmut-Michael-Vogel-Bildungswerk
der DFG-VK Bayern

    

Die Internationale Münchner Friedenskonferenz 2021 

(Mitteilung des Trägerkreises vom 9.2.2021)

Friedensfähigkeit in Zeiten der Pandemie

Am Wochenende 19.2. – 21.2. hätte die Münchner Sicherheitskonferenz im Bayerischen Hof stattfinden sollen. Diese wurde wegen der Pandemie auf einen unbestimmten Zeitpunkt verschoben. Am geplanten Termin wird eine nicht-öffentliche online-Veranstaltung der Sicherheitskonferenz stattfinden.

Die Internationale Münchner Friedenskonferenz findet am 19.2., am ursprünglich geplanten Termin, als öffentliche online- Veranstaltung statt. (Die ZuschauerInnen können per Chat-Funktion Fragen stellen und kommentieren)

Während weltweit Millionen Menschen unter den Folgen der Pandemie leiden, Gesellschaften und Wirtschaft katastrophal geschädigt werden, hält die sogenannte Sicherheitspolitik an den überholten Konzepten fest: Aufrüstung, Abschreckung, militärische Stärke, Durchsetzung von politischen und wirtschaftlichen Interessen mit Militärinterventionen.

Die Münchner Friedenskonferenz wirbt für Abrüstung und zivile Konfliktbearbeitung. An die Stelle des Strebens nach Überlegenheit und Gewinnmaximierung müsste eine neue Denkweise treten: Orientierung an globaler Gerechtigkeit, am Gemeinwohl für alle Menschen und an Nachhaltigkeit in der Wirtschaft und im Umgang mit den Ressourcen.

Daher widmet sich die Friedensakademie am 19.2. am Nachmittag dem Szenario „Sicherheit neu denken“. Dieses Szenario für eine neue Sicherheitspolitik skizziert eine Zukunft, in der Deutschland in die zivile Konfliktbearbeitung statt in die Bundeswehr investiert.

Am Abend des 19.2. gibt es eine Diskussionsrunde unter dem Titel „Friedensfähigkeit in Zeiten der Pandemie“.

Hier finden Sie alle Informationen und den link auf den Livestream: www.friedenskonferenz.info

Hier das Szenario:  www.sicherheitneudenken.de

Programm der Friedenskonferenz:

19.2. 2021, 14.30: Eröffnung, für den Trägerkreis der Friedenskonferenz: Gudrun Haas.

Grußwort der Münchner Kammerspiele: Martin Valdés-Stauber (Dramaturg)

(eine geplante Kooperation mit den Münchner Kammerspielen konnte wegen der Pandemie nicht umgesetzt werden)

15:00: Vorstellung des Szenarios „Sicherheit neu denken“ (für NeueinsteigerInnen),

Referent: Stefan Maaß, Evangelische Kirche in Baden

Dann folgen 3 Diskussionsrunden zu den Teilbereichen von Sicherheit neu Denken, (Snd) jeweils mit

Stefan Maaß; Moderation: Maria Feckl (Pax Christi, Trägerkreis Friedenskonferenz)

16:00 Uhr: Input Andrea Behm (Gemeinwohlökonomie): Gewinner und Verlierer der derzeitigen Wirtschaftsbeziehungen. Globale Folgen und Gerechtigkeit. Kommentar zu Snd

17:00 Uhr: Input Thomas Rödl (Die PazifistInnen / DFG-VK): Polizeikräfte im Konzept Snd

18:00 Uhr: Input Kristina Lunz (Centre for Feminist Foreign Policy): Eine feministische Außenpolitik zur Ergänzung für Snd.

Fr. 19.2.2021, 20:00 Uhr Diskussionsrunde „Friedensfähigkeit in Zeiten der Pandemie“

Stefan Maaß: Was hat sich durch die Corona Pandemie geändert - Folgen für das Konzept Snd? Wie entwickelt sich die (politische, gesellschaftliche) Unterstützung für das Konzept?

Professor Dr. Joachim Bauer (Psychotherapeut, Neurowissenschaftler, Autor): Sicherheit neu denken: Warum wir den ökologischen Aufbruch brauchen, um Frieden zu stiften.

Myriam Rapior (BUND Jugend, Fridays for Future): Abrüsten statt Aufrüsten. Kommentar zum Konzept „Sicherheit neu denken“. Was hat die Pandemie verändert? Chancen für Abrüstung?

Moderation: Andrea Behm, Sprecherin der Gemeinwohl-Ökonomie und Rechtsanwältin für Internationales Strafrecht, Völker- und Europarecht.


Trägerkreis der Friedenskonferenz:
  • Deutsche Friedensgesellschaft- Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen, Landesverband Bayern;
  • pax christi im Erzbistum München und Freising;
  • NaturwissenschaftlerInneninitiative Verantwortung für Frieden und Zukunftsfähigkeit;
  • Netzwerk Friedenssteuer Region Bayern;
  • Projektgruppe „Münchner Sicherheitskonferenz verändern“ e.V.;
  • Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit

Organisation und Koordination:

Der Trägerkreis in Zusammenarbeit mit dem Helmut-Michael-Vogel-Bildungswerk zur Förderung der Friedensarbeit der DFG-VK Bayern (Geschäftsführer: Thomas Rödl)

Koordinationsbüro des Trägerkreises, c/o DFG-VK Bayern, Schwanthalerstr. 133,

80339 München, Tel 089 - 89 62 34 46; Fax 089 - 834 15 18;
E-Mail:
muenchen@dfg-vk.de

Spenden: Konto des Helmut-Michael-Vogel-Bildungswerkes e.V., bei der GLS- Bank,

Stichwort „Friedenskonferenz“ (Spenden steuerlich absetzbar)

IBAN: DE37 4306 0967 8217 1208 00 ; BIC: GENODEM1GLS

Die Veranstaltung wird gefördert vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München und vom katholischen Fonds. 

 


Bombenstimmung: Arbeitsmaterial Kalter Krieg - Neues Wettrüsten

Im Rahmen des Projektes ist ein kurzes Faltblatt entstanden,

http://www.no-militar.org/pdfs/Bombenstimmung-neu-2020-web.pdf

Aus dem Arbeitsmaterial ist eine kurze Denkschrift mit umfangreiche Anmerkungen und Quellenangaben entstanden (aktuell 10.6.2020)

http://www.no-militar.org/index.php?ID=23

hier zum runterladen: http://www.no-militar.org/pdfs/Bombenstimmung-Denkschrift-Brosch-Juli-2020.pdf

Bombenstimmung. Kalter Krieg - Neues Wettrüsten

Seit der Annexion der Krim und dem Konflikt in der Ukraine wird Russland wieder als Feind betrachtet. Ein Krieg zwischen der NATO und Russland ist denkbar geworden. Seit 2014 befindet sich Europa wieder in einer militärisch- politischen Konfrontation. Die Ost-Expansion der NATO hat die militärstrategische Lage in Europa zum Nachteil Russlands verändert. Ehemalige Rüstungskontrollabkommen sind hinfällig geworden. Die NATO hat neue Militärstützpunkte in Rumänien, Polen und im Baltikum. Russland stellt neue atomare Marschflugkörper auf. Die Rüstungsausgaben werden massiv erhöht: Vorgabe 2% des Bruttoninlandsprodukts. Die Modernisierung der Atomwaffen und die Veränderung der Militärdoktrinen erhöht die Kriegsgefahr. Viele BürgerInnen hierzulande halten einen Krieg, auch einen Atomkrieg, wieder für möglich. Der präventive Angriff auf die Atomraketen des Gegners ist jetzt Teil der US-amerikanischen Konzepte der „Abschreckung“. Der Atomkrieg erscheint manchen Experten führbar und gewinnbar.

Die DFG-VK Bayern hat vor Jahren auf diese Entwicklung reagiert und ein Faltblatt „Kalter Krieg? - Abrüsten“ produziert, mit dem die Brisanz der Lage aufgezeigt werden sollte und Schritte zum Frieden benannt wurden. Thomas Rödl, Geschäftsführer des HMV- Bildungswerkes und Sprecher des Landesverbandes, hat aus den Quellen für die Faltblätter, aus seinen Vorträgen und einer Vielzahl an Artikeln zum Thema, einen Text für ein Informationsmaterial erarbeitet.

Es gibt jetzt einen knappen Text (10 Seiten) der die wesentlichen Einschätzungen prägnant darstellt und begründet. Der Text enthält eine schlaglichtartige Bestandsaufnahme der sicherheitspolitischen Lage. Die Konfrontation mit Russland, die Interventionskriege der USA, die Beendigung der Rüstungskontrollpolitik und die Modernisierung der Atomwaffen werden hier in ihrem objektiven Zusammenhang und in ihrem historischen Ablauf betrachtet.

Aus der Kenntnis der gefährlichen Weltlage sollte die Motivation entstehen, sich für die Abschaffung der Atomwaffen und weitere Schritte zur Abrüstung einzusetzen

Im Schlussteil werden konkrete Maßnahmen zur Kriegsverhütung aufgezeigt.

Die konkreten und bekannten Verträge über Rüstungskontrolle und die vorhandenen Strukturen der gemeinsamen Sicherheit werden vorgestellt, aber auch mit weitergehenden Vorschlägen ergänzt.

Die Bundesrepublik Deutschland könnte mit einer anderen Außenpolitik Initiativen für Abrüstung und gemeinsame Sicherheit ergreifen; sie wird das aber nur tun, wenn eine starke Friedensbewegung politischen Druck erzeugen kann. Schließlich werden aktuelle Ansatzpunkte der Friedensbewegung aufgezeigt, z.B. die Forderung nach Abzug der US-amerikanischen Atombomben aus Büchel und die Beendigung der sogenannten „nuklearen Teilhabe“.

Der Text und die Anmerkungen finden sich hier: http://www.no-militar.org/index.php?ID=23

Zum Download: http://www.no-militar.org/pdfs/Bombenstimmung-vorab-Mai-2020-1.pdf

Mit Hilfe der umfangreichen Anmerkungen können sich interessierte Menschen tiefer einarbeiten.Der Text soll zunächst ein Arbeitsmaterial und eine Argumentationshilfe für die Friedensbewegung sein. Dann soll ein Referentenmaterial mit Landkarten und Schaubildern entstehen. (zunächst nur digital, kein gedrucktes Material) Der Text wird nach vielen positiven und kritischen Rückmeldungen überarbeitet und könnte als illustrierte Broschüre gedruckt herausgegeben werden, falls das finanzierbar ist (MitherausgeberInnen werden gesucht). Die Verwendung dieses Textes ist sehr erwünscht.

Bombenstimmung - Ein Projekt des Helmut-Michael-Vogel Bildungswerks der DFG-VK Bayern.

Die Erarbeitung wurde gefördert durch die Bertha-von-Suttner-Stiftung der DFG-VK, und durch das Bildungs- und Förderwerk der GEW


Bombenstimmung.

Rede von Thomas Rödl am 6.8.2020, München, Marienplatz. Hier zum Nachhören und Nachlesen:

https://www.youtube.com/channel/UCHGJHHbnHpGwVmYOmp6Tubg

Die Rede beruht im Wesentlichen auf den Abschnitten 5,6,und 7 der Denkschrift: Bombenstimmung. Schritte zum Krieg - Schritte zum Frieden.

Einige Widersprüche und Ungereimtheiten in der freien Rede lassen sich hoffentlich hier auflösen:

http://www.no-militar.org/index.php?ID=23

 

(Nie) Wieder Krieg?

Was hat Deutschland aus dem 2. Weltkrieg gelernt?

Vortrag von  Thomas Rödl

Sprecher der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinte KriegsdienstgegnerInnen Bayern und Geschäftsführer des Helmut-Michael-Vogel Bildungswerks

auf youtube

Die Thesen des Vortrags im Video ca. 45 Minuten und hier die verwendeten Texte und Schaubilder.

 

Bildquelle: www.wild-think.de

 

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