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Für Frieden, Gewaltverzicht und Völkerverständigung
Das Helmut-Michael-Vogel-Bildungswerk
der DFG-VK Bayern

Entspannungspolitik oder Konfrontation mit Russland?

Referent: Andreas Zumach, Journalist, Genf

Am Samstag, 2.10. 2021, in Nürnberg Nachbarschaftshaus Gostenhof, Adam-Klein Str. 6, 90429 Nürnberg. VeranstalterInnen: Helmut-Michael-Vogel Bildungswerk, DFG-VK LV Bayern, Friedensmuseum Nürnberg. Anmeldung erbeten. Teilnahme über Internet möglich, youtube Kanal der DFG-VK:

https://www.youtube.com/channel/UCHGJHHbnHpGwVmYOmp6Tubg 

13:00 Uhr         Ankunft, Anmeldung,

                          (Mittagessen selber organisieren, Cafeteria des NHG ist geschlossen)

14:00 Uhr         Begrüßungen, Formalia

14:10 Uhr         Referat:  Andreas Zumach (Journalist, Genf):

                                               Anschließend Aussprache, Moderation: Birgitta Meier

15:30 Uhr         Kaffeepause

 

16:00 Uhr: Arbeitsgruppen

AG 1: Politische und ökonomische Aspekte.       mit Andreas Zumach

AG 2: Militärische Aspekte. Input: Thomas Rödl, Sprecher DFG-VK Bayern

AG 3: Feindbild Russland. Input: Martina Jäger, DFG-VK und attac Würzburg

                                                           18:00 – 19:00 Uhr:

Austausch der Ergebnisse der Arbeitsgruppen und Diskussion

Moderation: Birgitta Meier

Anmeldung erbeten: bayern@dfg-vk.de

 

Corona Regeln sind zu beachten:

Zutritt zum Haus nur mit Nachweis nach dem 3G-Prinzip (Getestet, Geimpft, Genesen).

 Der Nachweis ist gegenüber dem Veranstalter zu erbringen.

Verpflichtung zum Tragen eines medizinischen Mundnasenschutzes am Platz

 


Friedensfähigkeit in Zeiten der Pandemie

Bericht über die Münchner Friedenskonferenz

Am Wochenende 19.2. – 21.2. hätte die Münchner Sicherheitskonferenz im Bayerischen Hof stattfinden sollen. Diese wurde wegen der Pandemie auf einen unbestimmten Zeitpunkt verschoben.

Die Internationale Münchner Friedenskonferenz 2021 fand am ursprünglichen Termin am 19. Februar 2021 als öffentliche online-Veranstaltung statt. Die Zuschauerinnen und Zuschauer konnten per Chat-Funktion Fragen stellen und kommentieren. Für alle Beteiligten – außer dem Techniker Amon Ritz - war es eine Premiere. Ein hartes Ringen ging der Entscheidung für dieses Online-Format voraus. Nun hat auch die Münchner Friedenskonferenz den Sprung in die digitale Welt geschafft.

Professorin Hanne-Margret Birckenbach, Ehrenkuratorin der Münchner Friedenskonferenz und Martin Valdés-Stauber, Münchner Kammerspiele sprachen die Grußworte. In seinen bewegenden Worten erinnerte Martin Valdés-Stauber der Toten des Attentats in Hanau am 19.2.2020 und verlas ihre Namen.

Die Friedensakademie am Nachmittag des 19.2.2021 widmete sich dem Szenario „Sicherheit neu denken“ und wurde von Maria Feckl moderiert. Die erste Stunde gab Stefan Maß eine anschauliche Einführung in das Szenario. Anschließend setzten Expert*innen weiterführende Impulse und traten in Austausch mit Stefan Maaß und den einzelnen Säulen des Szenarios. Andrea Behm stellte Handelsungerechtigkeiten weltweit dar und setzte die Gemeinwohlökonomie dagegen.

Tommy Rödl skizzierte ein Konzept für „Sicherheitskräfte der Vereinten Nationen“, die im Falle von drohendem Völkermord oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit mit einem begrenzten konkreten Auftrag eingesetzt werden könnten.

Kristina Lunz gab eine spannende Einführung in die feministische Außenpolitik und zeigt neue Impulse für das Szenario „Sicherheit neu denken“ auf.

Am Abend diskutierten im Friedensforum „Friedensfähigkeit in Zeiten der Pandemie“ Andreas Zumach, Miryam Rapior und Stefan Maaß unter der Moderation von Andrea Behm. Während weltweit Millionen Menschen unter den Folgen der Pandemie leiden, Gesellschaften und Wirtschaft katastrophal geschädigt werden, hält die sogenannte Sicherheitspolitik an den überholten Konzepten fest. Mitten in der Corona-Krise – in 2020 - hat die NATO ihre Verteidigungsausgaben um 2,7 Prozent gesteigert. Die Steigerung in Deutschland betrug fast 10 Prozent und erhöhte sich von rund 47 Milliarden Euro auf 51,6 Milliarden Euro.

Die Münchner Friedenskonferenz  www.friedenskonferenz.info wirbt für Abrüstung und zivile Konfliktbearbeitung.
In diesem Jahr der Bundestagswahl 2021 forderte die Münchner Friedenskonferenz ihre Zuhörer und Zuhörerinnen dazu auf, aktiv zu werden und ihre Stimmen zu erheben:

„Wir wollen Sie ermuntern, bei einer Friedensorganisation mitzuarbeiten
und für Frieden und Abrüstung aktiv zu werden.‘
Die Bundestagswahl steht vor der Tür. Erheben wir unsere Stimmen.
Befragen wir die Kandidatinnen und Kandidaten zu Ihren Positionen
zu Abrüstung
zur Finanzierung der zivilen Krisenprävention und
zum Beitritt Deutschlands zum Atomwaffenverbotsvertrag.“

Maria R. Feckl

Die Konferenz hat als online-Veranstaltung stattgefunden

alle Infos und link auf die Videoaufzeichnungen www.friedenskonferenz.info

Einleitung zur Konferenz 2021 mit einer kurzen Geschichte der Münchner Friedenskonferenz von Thomas Rödl


 

Die WRI feiert 100. Geburtstag
Wir gratulieren und laden ein zu einem Gespräch über die Geschichte dieser traditionsreichen Vereinigung.

Die War Resisters International (WRI) - die Internationale der Kriegsdienstgegner*innen (IDK)

wurde 1921 gegründet als Netzwerk pazifistischer Gruppen. Heute gehören ihr mehr als 90 Organisationen in 40 Ländern an, in Deutschland sind es 7. "Der Krieg ist ein Verbrechen an der Menschheit. Ich bin daher entschlossen, keine Art von Krieg zu unterstützen und an der Beseitigung aller Kriegsursachen mitzuarbeiten" - so lautet die Erklärung, die jedes Mitglied unterschreibt. Wir haben Dr. Christine Schweitzer, seit langem Vorstandsmitglied der WRI, eingeladen, uns aus der spannenden Geschichte der letzten 100 Jahre zu erzählen. Und wir laden Sie alle ein, am Gespräch darüber teilzunehmen. 
Eine gemeinsame Veranstaltung von: Friedensmuseum Nürnberg, "Die PazifistInnen – DFG-VK Bayern", HMV-Bildungswerk, Bayern IDK e.V. Berlin

Di., 20.04.2021, um 19 Uhr
online, Zoom-Meeting

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Die War Resisters' International wurde 1921 bei einem Treffen vom 23. bis 25. März in Bilthoven in den Niederlanden gegründet. Ursprünglich wurde sie unter dem Eindruck des 1. Weltkriegs von Kriegsdienstverweigerern und Pazifist:innen aus Großbritannien, den Niederlanden, Deutschland und Österreich ins Leben gerufen. Heute ist die WRI ein weltumspannendes Netzwerk mit Mitgliedern in allen Erdteilen. Die DFG-VK ist die größte deutsche Sektion der WRI.

100 Jahre bewegte Geschichte der WRI werden im Lauf des Jahres weltweit mit lokalen Veranstaltungen gefeiert werden.

Zum Auftakt lädt die WRI zu einigen Internet-Aktivitäten und Internet-Veranstaltungen ein.

# Aktivitäten in sozialen Medien unter #WRI100 vom 23. bis 25. März
# Online-Ausstellung:
Nonviolence in Action: Antimilitarism in the 21st Century / La noviolencia en acción - antimilitarismo en el siglo XXI
mit "Konflikttextilien". Gezeigt werden typisch chilenische "Arpilleras"
Die Ausstellung wird als Zoom-Webinar eröffnet. Freitag, 25. März 2021, 14.30 Uhr MEZ.

Mehr dazu:

www.dfg-vk-hessen.de/aktuell/100-jahre-war-resisters-international/

Englisch: https://wri-irg.org/en/wri100

Spanisch: https://wri-irg.org/es/wri100

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Publikation zu 100 Jahren WRI:

War Resisters' International (WRI) 1921 – 2021
Beiträge zur Geschichte des gewaltfreien Antimilitarismus und Pazifismus
Wolfram Beyer Hg.
IDK-Schriftenreihe Nr. 9, März 2021, ISBN 978-3-9816536-7-0

Inhalt:

* Wolfram Beyer: 100 Jahre WRI - Von den Anfängen der gewaltfreien Fraktion im Antimilitarismus
* Gernot Jochheim: Antimilitarismus und Gewaltfreiheit. Historische Entwicklungen zur WRI-Gründung /

* Christian Scharnefsky: Zerreißprobe für den radikalen Pazifismus – Die WRI im Zweiten Weltkrieg (1939-1945)

* Wolfgang Hertle: Friedensfördernde Grenzüberschreitungen – Die WRI nach dem Zweiten Weltkrieg

* Gernot Lennert: Aktuelle Arbeitsschwerpunkte der WRI

* Christine Schweitzer: Der Förderverein WRI

Bestellungen: https://www.idk-info.net/shop/idk-publikationen/

Erhältlich bei Infoständen und Veranstaltungen von DFG-VK Hessen und DFG-VK Mainz-Wiesbaden und im Buchhandel

Mehr dazu:
http://www.dfg-vk-hessen.de/material/publikationen/100-jahre-wri/

 


Bombenstimmung: Arbeitsmaterial Kalter Krieg - Neues Wettrüsten

Im Rahmen des Projektes ist ein kurzes Faltblatt entstanden,

http://www.no-militar.org/pdfs/Bombenstimmung-neu-2020-web.pdf

Aus dem Arbeitsmaterial ist eine kurze Denkschrift mit umfangreiche Anmerkungen und Quellenangaben entstanden (aktuell 10.6.2020)

http://www.no-militar.org/index.php?ID=23

hier zum runterladen: http://www.no-militar.org/pdfs/Bombenstimmung-Denkschrift-Brosch-Juli-2020.pdf

Bombenstimmung. Kalter Krieg - Neues Wettrüsten

Seit der Annexion der Krim und dem Konflikt in der Ukraine wird Russland wieder als Feind betrachtet. Ein Krieg zwischen der NATO und Russland ist denkbar geworden. Seit 2014 befindet sich Europa wieder in einer militärisch- politischen Konfrontation. Die Ost-Expansion der NATO hat die militärstrategische Lage in Europa zum Nachteil Russlands verändert. Ehemalige Rüstungskontrollabkommen sind hinfällig geworden. Die NATO hat neue Militärstützpunkte in Rumänien, Polen und im Baltikum. Russland stellt neue atomare Marschflugkörper auf. Die Rüstungsausgaben werden massiv erhöht: Vorgabe 2% des Bruttoninlandsprodukts. Die Modernisierung der Atomwaffen und die Veränderung der Militärdoktrinen erhöht die Kriegsgefahr. Viele BürgerInnen hierzulande halten einen Krieg, auch einen Atomkrieg, wieder für möglich. Der präventive Angriff auf die Atomraketen des Gegners ist jetzt Teil der US-amerikanischen Konzepte der „Abschreckung“. Der Atomkrieg erscheint manchen Experten führbar und gewinnbar.

Die DFG-VK Bayern hat vor Jahren auf diese Entwicklung reagiert und ein Faltblatt „Kalter Krieg? - Abrüsten“ produziert, mit dem die Brisanz der Lage aufgezeigt werden sollte und Schritte zum Frieden benannt wurden. Thomas Rödl, Geschäftsführer des HMV- Bildungswerkes und Sprecher des Landesverbandes, hat aus den Quellen für die Faltblätter, aus seinen Vorträgen und einer Vielzahl an Artikeln zum Thema, einen Text für ein Informationsmaterial erarbeitet.

Es gibt jetzt einen knappen Text (10 Seiten) der die wesentlichen Einschätzungen prägnant darstellt und begründet. Der Text enthält eine schlaglichtartige Bestandsaufnahme der sicherheitspolitischen Lage. Die Konfrontation mit Russland, die Interventionskriege der USA, die Beendigung der Rüstungskontrollpolitik und die Modernisierung der Atomwaffen werden hier in ihrem objektiven Zusammenhang und in ihrem historischen Ablauf betrachtet.

Aus der Kenntnis der gefährlichen Weltlage sollte die Motivation entstehen, sich für die Abschaffung der Atomwaffen und weitere Schritte zur Abrüstung einzusetzen

Im Schlussteil werden konkrete Maßnahmen zur Kriegsverhütung aufgezeigt.

Die konkreten und bekannten Verträge über Rüstungskontrolle und die vorhandenen Strukturen der gemeinsamen Sicherheit werden vorgestellt, aber auch mit weitergehenden Vorschlägen ergänzt.

Die Bundesrepublik Deutschland könnte mit einer anderen Außenpolitik Initiativen für Abrüstung und gemeinsame Sicherheit ergreifen; sie wird das aber nur tun, wenn eine starke Friedensbewegung politischen Druck erzeugen kann. Schließlich werden aktuelle Ansatzpunkte der Friedensbewegung aufgezeigt, z.B. die Forderung nach Abzug der US-amerikanischen Atombomben aus Büchel und die Beendigung der sogenannten „nuklearen Teilhabe“.

Der Text und die Anmerkungen finden sich hier: http://www.no-militar.org/index.php?ID=23

Zum Download: http://www.no-militar.org/pdfs/Bombenstimmung-vorab-Mai-2020-1.pdf

Mit Hilfe der umfangreichen Anmerkungen können sich interessierte Menschen tiefer einarbeiten.Der Text soll zunächst ein Arbeitsmaterial und eine Argumentationshilfe für die Friedensbewegung sein. Dann soll ein Referentenmaterial mit Landkarten und Schaubildern entstehen. (zunächst nur digital, kein gedrucktes Material) Der Text wird nach vielen positiven und kritischen Rückmeldungen überarbeitet und könnte als illustrierte Broschüre gedruckt herausgegeben werden, falls das finanzierbar ist (MitherausgeberInnen werden gesucht). Die Verwendung dieses Textes ist sehr erwünscht.

Bombenstimmung - Ein Projekt des Helmut-Michael-Vogel Bildungswerks der DFG-VK Bayern.

Die Erarbeitung wurde gefördert durch die Bertha-von-Suttner-Stiftung der DFG-VK, und durch das Bildungs- und Förderwerk der GEW


Bombenstimmung.

Rede von Thomas Rödl am 6.8.2020, München, Marienplatz. Hier zum Nachhören und Nachlesen:

https://www.youtube.com/channel/UCHGJHHbnHpGwVmYOmp6Tubg

Die Rede beruht im Wesentlichen auf den Abschnitten 5,6,und 7 der Denkschrift: Bombenstimmung. Schritte zum Krieg - Schritte zum Frieden.

Einige Widersprüche und Ungereimtheiten in der freien Rede lassen sich hoffentlich hier auflösen:

http://www.no-militar.org/index.php?ID=23

 

(Nie) Wieder Krieg?

Was hat Deutschland aus dem 2. Weltkrieg gelernt?

Vortrag von  Thomas Rödl

Sprecher der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinte KriegsdienstgegnerInnen Bayern und Geschäftsführer des Helmut-Michael-Vogel Bildungswerks

auf youtube

Die Thesen des Vortrags im Video ca. 45 Minuten und hier die verwendeten Texte und Schaubilder.

 

Bildquelle: www.wild-think.de

 

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