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Für Frieden, Gewaltverzicht und Völkerverständigung
Das Helmut-Michael-Vogel-Bildungswerk
der DFG-VK Bayern

Internationale Münchner Friedenskonferenz 2022 wieder in Präsenz und online.

Freitag, 18.02.2022 im Alten Rathaussaal, München

Themenvorschau:

- Die Uhr tickt: Erderwärmung – Atomkrieg: Abwendbare Katastrophen
- Nichtverbreitungsvertrag – Atomwaffenverbotsvertrag – Global Zero

- Wir brauchen eine neue Ostpolitik: Russland – Ukraine
- Abrüstung und Kooperative Sicherheit

 

Samstag, 19.02.2022 in den Münchner Kammerspielen

Themenvorschau

- Ist die Ampelkoalition friedens- und zukunftsfähig?
- Zukunftsfähigkeit – angesichts Klimawandel und ökologischer Probleme
- Afghanistan, Interventionismus, Auslandseinsätze
- NATO oder OSZE und UNO

Wir freuen uns sehr, die Organisationen IPPNW und Greenpeace in unserem Trägerkreis begrüßen zu dürfen.

alle Infos: www.friedenskonferenz.info


Atomwaffen- Verbotsvertrag Delegationsreise 20.-27.3.2022

Am 22.-24.März 2022 findet in Wien die erste Konferenz zum Atomwaffenverbotsvertrag der UNO statt, der am 22.Januar 2021 in Kraft getreten ist. Wer nimmt daran teil? Natürlich (stimmberechtigt) die Staaten, die den Vertrag ratifiziert haben – aber auch alle anderen UNO-Mitglieder sind als Beobachter eingeladen. Und auch Menschen aus der Zivilgesellschaft sollen die Konferenz besuchen, denn ohne sie wäre der Vertrag nicht zustande gekommen (und deshalb erhielt ja ICAN den Friedensnobelpreis).
Das Friedensmuseum Nürnberg – Partnerorganisation von ICAN –  möchte es daher Jugendlichen ermöglichen, an dieser spannenden Konferenz teilzunehmen und organisiert eine Jugenddelegation, nach dem Muster der früheren Jugenddelegationen zu den NPT-Überprüfungskonferenzen in New York.  Das Friedensmuseum tritt nicht als Reiseveranstalter auf, sondern organisiert ein politisches Rahmenprogramm sowie Vor- und Nachbereitung der Delegation.
Wer kann teilnehmen?

  • Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 18 und 27 Jahren. Maximal 20 Personen insgesamt.
  • Erwachsene können die Delegation ebenfalls begleiten, sind aber von Stipendien ausgenommen.
  • Alle Teilnehmenden müssen vollständig gegen Covid geimpft sein und den elektronischen Nachweis bei sich führen.
  • Voraussetzung der Teilnahme ist der Besuch eines vorbereitenden Tagesseminars (Teilnahme per Zoom) . Termin: 18.12. 2021 9:00-17:00
  • Die Teilnehmenden erklären sich einverstanden, an einer öffentlichen Veranstaltung zur Nachbereitung teilzunehmen (ebenfalls per Zoom möglich).

Was wird organisiert?

  • Die Anreise nach Wien ist selbstorganisiert: Das Friedensmuseum empfiehlt den Teilnehmenden eine günstige Bahnfahrt. Wer will, kann auch ab Nürnberg mitfahren.
  • Für die Übernachtung haben wir Zimmer im JUFA-Hotel Wien reserviert (https://www.jufahotels.com/hotel/wien/), wo wir auch Räume für gemeinsame Planungen und Auswertungen haben.

Wie sieht das Programm aus?

Sollte die Teilnahme an der AVV-Konferenz selbst für die ganze Gruppe möglich sein, so werden wir das selbstverständlich wahrnehmen (3 Tage). Darüber hinaus ist geplant:

  • Besuch bei der IAEA (Internationale Atomenergie-Organisation, deutsch auch IAEO): Vorstellung der Organisation und ihrer Rolle bei der Überwachung der Nicht-Weiterverbreitung von Atomwaffen. Hierzu zählt z.B. das Auswerten von „Wischproben“ in den „IAEA Safeguards Analytical Laboratories“ in Seibersdorf (https://www.iaea.org/sites/default/files/safeguardslab.pdf ). Der größte Teil der IAEA-Arbeit dient jedoch der „zivilen“ Nutzung der Atomenergie, das ist ihr Gründungsauftrag. (1/2 Tag)
  • Besuch bei der CTBTO PrepCom (Comprehensive Nuclear-Test-Ban Treaty Organization = Organisation für ein umfassendes Verbot von Atomtests – Vorbereitungskommission). Der CTBT ist zwar noch nicht in Kraft getreten, weil ihn noch nicht alle notwendigen Staaten unterschrieben haben, er entfaltet aber bereits segensreiche Wirkung, weil sich fast alle Länder trotzdem daran halten. Die CTBTO PrepCom organisiert seit 1997 das seismische Kontrollsystem, mit dem Vertragsverletzungen festgestellt werden könnten: Nicht nur für Physikerinnen und Politikwissenschaftler interessant, u.a. auch wegen der Rolle Deutschlands dabei. (1/2 Tag)
  • Politische Stadtführung: Wien als UNO-Stadt: Wien ist seit 1979 einer von weltweit 4 Amtssitzen der Vereinten Nationen. (Weitere befinden sich in New York, Genf und Nairobi). Ein ganzes Stadtviertel, das Vienna International Centre (VIC) in der Donaustadt, ist davon geprägt. Die UNO beschäftigt in Wien über 5.000 MitarbeiterInnen aus mehr als 125 Ländern. Sonderorganisationen wie der UNHCR (Flüchtlingskommissariat), UNIDO (Organisation für industrielle Entwicklung) oder eben IAEA haben dort ihren Sitz. Wir werden an einer offiziellen Führung teilnehmen: am 21.3. 9:45 haben wir gebucht: https://www.wien.info/de/sightseeing/touren-guides/uno-city-fuehrungen-362360 (1/2 Tag)
  • Ein Tag (bzw. 2 halbe) soll zur freien Verfügung stehen.
  • Natürlich lassen sich auch – je nach Interesse der Teilnehmenden – weitere Events organisieren: das Rote Wien (Gemeindebauten), Wiener Verkehrspolitik, Geschichte der (Wiener) Naturfreunde.

Wer trägt die Kosten?
Für die Jugendlichen lobt das Friedensmuseum jeweils ein Stipendium aus. Dank einer großherzigen Spende konnte es auf 200€ verdoppelt werden. Um Zuschüsse von Stiftungen oder Sponsoren werden wir uns weiter bemühen, sind zuversichtlich, können aber gegenwärtig noch nichts versprechen.

Wo gibt es weitere Infos über alle unsere Programmpunkte?
Wir haben eine Playlist angelegt auf unseren Channel bei YouTube, wo wir Info-Videos sammeln. Dort findet Ihr Videos von der IAEA, dem CTBTO, der UNO in Wien usw. Einiges ist auf Englisch. https://www.youtube.com/playlist?list=PLIhvdl4zPhcjmhFZLUNv2ZRuX8djkzzDJ
Die Videos geben die Meinung der Institutionen wieder, nicht unbedingt die unsere.

Hier ist die offizielle Seite für zivilgesellschaftliche Teilnahme: https://www.icanw.org/tpnw_first_meeting_of_states_parties
Englisch ist offizielle UNO-Sprache (wie Arabisch, Chinesisch, Französisch, Russisch, Spanisch), Deutsch nicht. Deshalb werden sehr viele Programmpunkte auf Englisch stattfinden. Eine Übersetzung können wir leider nicht bieten.

Wer ist bisher Mitveranstalter?

mit Unterstützung des HMV-Bildungswerkes der DFG-VK Bayern

Die Bewerbung für das Stipendium ist ab sofort möglich.

Bitte schickt eine Email an: friedensmuseum@online.de mit

  • Lebenslauf
  • Ausführlicher Begründung, warum Ihr bei der Delegation dabei sein wollt.

Infos zum Hintergrund des Atomwaffenverbotsvertrages: https://www.no-militar.org/index.php?ID=23

 

Bombenstimmung: Arbeitsmaterial Kalter Krieg - Neues Wettrüsten

Im Rahmen des Projektes ist ein kurzes Faltblatt entstanden,

http://www.no-militar.org/pdfs/Bombenstimmung-neu-2020-web.pdf

Aus dem Arbeitsmaterial ist eine kurze Denkschrift mit umfangreiche Anmerkungen und Quellenangaben entstanden (aktuell 10.6.2020)

http://www.no-militar.org/index.php?ID=23

hier zum runterladen: http://www.no-militar.org/pdfs/Bombenstimmung-Denkschrift-Brosch-Juli-2020.pdf

Bombenstimmung. Kalter Krieg - Neues Wettrüsten

Seit der Annexion der Krim und dem Konflikt in der Ukraine wird Russland wieder als Feind betrachtet. Ein Krieg zwischen der NATO und Russland ist denkbar geworden. Seit 2014 befindet sich Europa wieder in einer militärisch- politischen Konfrontation. Die Ost-Expansion der NATO hat die militärstrategische Lage in Europa zum Nachteil Russlands verändert. Ehemalige Rüstungskontrollabkommen sind hinfällig geworden. Die NATO hat neue Militärstützpunkte in Rumänien, Polen und im Baltikum. Russland stellt neue atomare Marschflugkörper auf. Die Rüstungsausgaben werden massiv erhöht: Vorgabe 2% des Bruttoninlandsprodukts. Die Modernisierung der Atomwaffen und die Veränderung der Militärdoktrinen erhöht die Kriegsgefahr. Viele BürgerInnen hierzulande halten einen Krieg, auch einen Atomkrieg, wieder für möglich. Der präventive Angriff auf die Atomraketen des Gegners ist jetzt Teil der US-amerikanischen Konzepte der „Abschreckung“. Der Atomkrieg erscheint manchen Experten führbar und gewinnbar.

Die DFG-VK Bayern hat vor Jahren auf diese Entwicklung reagiert und ein Faltblatt „Kalter Krieg? - Abrüsten“ produziert, mit dem die Brisanz der Lage aufgezeigt werden sollte und Schritte zum Frieden benannt wurden. Thomas Rödl, Geschäftsführer des HMV- Bildungswerkes und Sprecher des Landesverbandes, hat aus den Quellen für die Faltblätter, aus seinen Vorträgen und einer Vielzahl an Artikeln zum Thema, einen Text für ein Informationsmaterial erarbeitet.

Es gibt jetzt einen knappen Text (10 Seiten) der die wesentlichen Einschätzungen prägnant darstellt und begründet. Der Text enthält eine schlaglichtartige Bestandsaufnahme der sicherheitspolitischen Lage. Die Konfrontation mit Russland, die Interventionskriege der USA, die Beendigung der Rüstungskontrollpolitik und die Modernisierung der Atomwaffen werden hier in ihrem objektiven Zusammenhang und in ihrem historischen Ablauf betrachtet.

Aus der Kenntnis der gefährlichen Weltlage sollte die Motivation entstehen, sich für die Abschaffung der Atomwaffen und weitere Schritte zur Abrüstung einzusetzen

Im Schlussteil werden konkrete Maßnahmen zur Kriegsverhütung aufgezeigt.

Die konkreten und bekannten Verträge über Rüstungskontrolle und die vorhandenen Strukturen der gemeinsamen Sicherheit werden vorgestellt, aber auch mit weitergehenden Vorschlägen ergänzt.

Die Bundesrepublik Deutschland könnte mit einer anderen Außenpolitik Initiativen für Abrüstung und gemeinsame Sicherheit ergreifen; sie wird das aber nur tun, wenn eine starke Friedensbewegung politischen Druck erzeugen kann. Schließlich werden aktuelle Ansatzpunkte der Friedensbewegung aufgezeigt, z.B. die Forderung nach Abzug der US-amerikanischen Atombomben aus Büchel und die Beendigung der sogenannten „nuklearen Teilhabe“.

Der Text und die Anmerkungen finden sich hier: http://www.no-militar.org/index.php?ID=23

Zum Download: http://www.no-militar.org/pdfs/Bombenstimmung-vorab-Mai-2020-1.pdf

Mit Hilfe der umfangreichen Anmerkungen können sich interessierte Menschen tiefer einarbeiten.Der Text soll zunächst ein Arbeitsmaterial und eine Argumentationshilfe für die Friedensbewegung sein. Dann soll ein Referentenmaterial mit Landkarten und Schaubildern entstehen. (zunächst nur digital, kein gedrucktes Material) Der Text wird nach vielen positiven und kritischen Rückmeldungen überarbeitet und könnte als illustrierte Broschüre gedruckt herausgegeben werden, falls das finanzierbar ist (MitherausgeberInnen werden gesucht). Die Verwendung dieses Textes ist sehr erwünscht.

Bombenstimmung - Ein Projekt des Helmut-Michael-Vogel Bildungswerks der DFG-VK Bayern.

Die Erarbeitung wurde gefördert durch die Bertha-von-Suttner-Stiftung der DFG-VK, und durch das Bildungs- und Förderwerk der GEW


Bombenstimmung.

Rede von Thomas Rödl am 6.8.2020, München, Marienplatz. Hier zum Nachhören und Nachlesen:

https://www.youtube.com/channel/UCHGJHHbnHpGwVmYOmp6Tubg

Die Rede beruht im Wesentlichen auf den Abschnitten 5,6,und 7 der Denkschrift: Bombenstimmung. Schritte zum Krieg - Schritte zum Frieden.

Einige Widersprüche und Ungereimtheiten in der freien Rede lassen sich hoffentlich hier auflösen:

http://www.no-militar.org/index.php?ID=23

 

(Nie) Wieder Krieg?

Was hat Deutschland aus dem 2. Weltkrieg gelernt?

Vortrag von  Thomas Rödl

Sprecher der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinte KriegsdienstgegnerInnen Bayern und Geschäftsführer des Helmut-Michael-Vogel Bildungswerks

auf youtube

Die Thesen des Vortrags im Video ca. 45 Minuten und hier die verwendeten Texte und Schaubilder.

 

Bildquelle: www.wild-think.de

 

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